Goldgrube gemafreie Musik?

Der Markt für GEMA-freie ist richtig schwer umkämpft, das sieht man schon an der Masse der Werbeeinblendungen auf Google-Ergebnisseiten.

Die Seiten neuer Projekte schiessen nur so  aus dem Boden. Irgendwelche Klimperer fühlen sich berufen, mit flacher Schnulli-Pulli-Seiche, den großen Reibach zu machen. Ein Ex-Kumpel von mir bekam monatlich immerhin bis zu 300,- Mücken, als er seine Stücke bei einem der großen Anbieter GEMA-freier Musik feilbot. Dort ist er einer von hunderten verkannter Genies, die mit ca. 30% der erzielten Verkäufe ausbezahlt werden. Rechnet man das hoch, klingeln einem die Glocken.


Kein Wunder also, wenn unsere Underground-Stars nun ihre eigenen Projektseiten launchen wollen.

Ohne gute Platzierungen in den Suchmaschinen ist da nix zu wollen, oder man hat genug Kleingeld rumliegen, um sich eine AdWords-Kampagne leisten zu können.

Derzeitige Gebotspreise pro Klick, um oben mitzuspielen:

gemafreie musik 2,32€
lizenzfreie musik 2,80€
gemafreie filmmusik 1,79€

Möchte man den ganzen Tag über geschaltet werden, sollte man einen Monatsetat von 3.000,-€ einplanen, aber hallo!

Was hat uns Wikipedia zum Thema gemafreie Musik zu sagen:

Wer in öffentlichen Betriebsstätten, wie z. B. Geschäften, Restaurants, Hotels, Fitness-Studios, Arztpraxen, Sportstadien usw., Musik spielen lassen will oder Medien mit Musik untermalen möchte, um diese öffentlich zu präsentieren oder gewerblich zu nutzen, ohne GEMA-Gebühren entrichten zu müssen, kann sogenannte GEMA-freie Musik von Komponisten einsetzen, die keinen Wahrnehmungsvertrag mit einer Verwertungsgesellschaft wie etwa die GEMA geschlossen haben. Die Einräumung der Nutzungsrechte erfolgen dann direkt durch den Komponisten und sind nach Art und Umfang frei verhandelbar. Der Komponist nimmt demnach seine Rechte eigenverantwortlich selbst wahr.

Es gibt kommerzielle Anbieter von sog. Production Music, die hierfür GEMA-freie Musik anbieten. Diese verlagsähnlichen Unternehmen räumen den Kunden (Nutzern) in der Regel ein einfaches Recht ein, das zur öffentlichen und gewerblichen Nutzung eines fertig produzierten Musiktitels berechtigt. Ob für die Nutzung des produzierten Titels auch die GVL-Rechte geklärt sind, sollte der Nutzer sich von den Anbietern von GEMA-freier Musik unbedingt bestätigen lassen. Das größte Angebot sind Instrumentaltitel aus den Bereichen: Dance, Pop, Entspannungs- und Filmmusik. GEMA-freie Gesangsaufnahmen findet man in der Regel nicht. GEMA-freie Musik darf nicht mit Royalty Free Music verwechselt werden. Royalty Free können auch Werke eines Komponisten sein, der Mitglied einer Verwertungsgesellschaft ist. Royalty free bedeutet, dass die Verlagsrechte (Sync-Recht, Werkverbindungsrecht, (Film-)Herstellungsrecht) und vor allem die Leistungsschutzrechte an den fertigen Produktionen bereits geklärt sind. Sind diese Werke jedoch bei einer Verwertungsgesellschaft registriert, müssen für diese Titel auch GEMA-Gebühren gezahlt werden.

 

Quelle: Wikipedia, Lizenz CC-BY-SA

2 Gedanken zu „Goldgrube gemafreie Musik?“

  1. Also ich finde das alles jetzt mittlerweile auch sehr verwirrend. Immer mehr Gesetze, Richtlinien und so weiter. Da verliert man schon schnell mal den Überblick, was man letztendlich darf und was nicht. Und dass solch hohe Summen für die Anzeigen geboten werden zeigt wirklich, dass in dem Markt wohl einiges los ist und es wohl auch viele Kunden gibt, die GEMA-freie Musik suchen und wollen. Also ich kann nur sagen, dass ich mich immer lieber 2 oder 3 mal versichere, ob ich etwas benutzen darf oder nicht, weil Klagen können am Ende auch sehr sehr teuer werden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>